Erste Anzeichen

Gedächtnisabbau

Es gibt viele Krankheiten, die zu einer Demenz führen können. Die bekannteste und häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz. Das auffälligste Symptom, das die meisten Menschen mit einer Alzheimer-Demenz verbinden, ist der im Lauf der Jahre zunehmende Abbau des Gedächtnisses. Dabei ist zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen, immer mehr wird jedoch auch das Langzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen, bis hin zum fast totalen Erlöschen jeder Erinnerung. Ein Mensch, der an einer Alzheimer-Demenz leidet, kann sich ab einer bestimmten Phase seiner Erkrankung auch mit viel Anstrengung nicht daran erinnern, dass er z. B. heute schon Besuch gehabt hat oder vor kurzem bereits zu Mittag gegessen hat.

Logisches Denken

Weniger bekannt und doch auch sehr belastend sind eine ganze Reihe von weiteren Symptomen, die für das Verständnis der Erkrankung wesentlich sind: So ist meistens schon im frühen Krankheitsstadium die Fähigkeit zum komplexen und logischen Denken gestört. Es können keine sinnvollen Zuordnungen mehr gebildet werden, etwa: Schuhe gehören in den Schuhschrank. Die Kategorie Schrank wird nicht weiter unterteilt: Schrank ist Schrank – und so können die Schuhe eben auch im Kühlschrank landen oder die Geldbörse, oder der Schmuck.

Die selbständige Alltagsbewältigung wird immer schwerer

Erkrankten fällt es zunehmend schwerer, vorausschauend zu planen und richtige Reihenfolgen einzuhalten: Kommt die Bluse über oder unter die Jacke? Kommen erst die Nudeln in den Topf oder das Wasser?

Sprachstörungen erschweren die Kommunikation und isolieren

Die meisten Menschen, die an Demenz erkrankt sind, haben im Laufe der Zeit mit Störungen der Sprache zu kämpfen. Es kann sein, dass ihnen die richtigen Worte nicht einfallen, es kann aber auch sein, dass sie den Sinn von Worten nicht mehr erfassen können. Sie sprechen umständlich und weitschweifig, weil sie immer mehr fehlende Worte umschreiben müssen. Dies und auch die nachlassende Fähigkeiten, sich zu konzentrieren und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, führen dazu, dass Menschen mit Demenz Gesprächen nicht mehr folgen können, irgendwann abschalten, sich zurückziehen und ganz die Lust an gewohnten Tätigkeiten verlieren. Sie fühlen sich „draußen“, ausgeschlossen, isoliert. Sprache ist ein wesentlicher Faktor für die Teilnahme an der Gemeinschaft. Es ist richtig, im Gespräch auf demenzkranke Menschen Rücksicht zu nehmen, d. h. sie nicht zu überfordern und sich auf ihr Tempo einzustellen.

Orientierung und abstraktes Denken

Abstraktes Denken fällt immer schwerer, insbesondere der Umgang mit Zahlen und daraus resultierend der Umgang mit Geld, Kontoauszügen, Bank- oder Behördenangelegenheiten. Die Orientierung wird zunehmend schlechter, der Mensch mit Demenz findet sich immer weniger in seiner Umgebung zurecht.