Was können wir tun?

Anstöße für ein Umdenken im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind

Das Thema Demenz geht nicht nur Betroffene, Angehörige, Pflegepersonal und Ärzte an. Wir können unseren Kontakt zu demenzkranken Menschen nicht an andere delegieren – Menschen mit Demenz bleiben unsere Freunde, Bekannte, Nachbarn, Mitmenschen und Mitbürger.

Unsere Gesellschaft verarmt sozial, wenn wir unsere Kommunikationsbereitschaft für demenzkranke Menschen nur an Fachleuteübertragen.

  • Menschen mit Demenz möchten ernst genommen werden, auch wenn uns ihr Verhalten manchmal eigenwillig und nicht angepasst erscheint.
  • Sie brauchen Kontakt und Kommunikation und nicht Ausgrenzung, um weiter in Würde in der Gemeinschaft leben zu können.
  • Sie sind angewiesen auf unsere Bereitschaft, uns in „ihre Welt“ hineinzuversetzen – anders herum ist es für sie nicht mehr möglich.
  • Menschen mit Demenz nehmen sehr viele Botschaften über Stimmung und Gefühl auf – sie sind Meister darin, das zu registrieren, was hinter den Worten liegt. Darin sind sie vielen gesunden Menschen voraus. Es erfordert Phantasie und Bemühen, sich auf diese Art der Kommunikation einzulassen. Es ist aber sicher ein Gewinn für alle.
  • Viele Menschen haben als so genannte Multiplikatoren eine wichtige Aufgabe in der Stadt. Ihr Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, hat Vorbildfunktion und prägt das Verhalten anderer mit.
  • Wenn Probleme und Gefährdungen auftreten: Es gibt in Plochingen Beratungsstellen, in denen alle Beteiligten gemeinsam eine Lösung suchen können.