Kelly Insel

Ziel der Kelly-Inseln

Ein flächendeckendes und lückenloses Netz von Anlaufstellen für Kinder aufzubauen und zu festigen, Kindern auf dem Weg zur Schule, zum Spielplatz oder zu Freunden auf diese Weise Hilfe und Unterstützung zu garantieren, wenn sie in eine Notsituation geraten – zum Beispiel in Geschäften, Behörden und kirchlichen Einrichtungen: Das ist das Ziel des Projektes „Kelly-Inseln“. Sein Logo verbindet grafisch eine Insel mit einer Polizei-Anhaltekelle: Aus dieser einfachen Symbolik, die auch Kinder verstehen, ergab sich der Name „Kelly-Insel“. Das Projekt wurde zunächst in Filderstadt in Zusammenarbeit der Polizei, einer Stiftung und der Stadtverwaltung erprobt und 2005 mit dem Deutschen Förderpreis Kriminalprävention ausgezeichnet.

Einfach die „Kelly-Insel“-Logos in Schaufenster zu hängen, ist dabei nicht genug: Das Konzept sieht Elternabende und Unterricht durch die Polizei in der Schule vor, außerdem Selbstbehauptungstraining, auch in Kooperation mit Vereinen, Sportunterricht zur Stärkung des Selbstbewusstseins und schließlich die Kelly-Inseln als Kernstück. Wer „Kelly-Insel“ werden will, muss sich bewerben. In einem Geschäft zum Beispiel werden Inhaber und Verkäufer überprüft.

Die Partner verpflichten sich, Kinder durch Rat und Tat zu unterstützen, offen zu sein für die großen und kleinen Probleme, Sorgen und Nöte von Kindern, Hilfe zu leisten, sei es durch ein Telefonat mit den Eltern, der Schule oder der Polizei, oder bieten Schutz im Ernstfall bei Bedrohung, Verfolgung, Erpressung oder Aggressionen durch Andere.

Im Alltag gibt es manche Situationen, in denen ein Kind in Not gerät und auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen sein kann:

  • es fällt hin, blutet und benötigt ein Pflaster
  • es verpasst seinen Bus und weiß nicht mehr, wie es nach Hause kommt
  • es verliert seinen Schulranzen oder seine Fahrkarte und benötigt Hilfe
  • es sucht Schutz vor aggressiven und gewalttätigen Klassenkameraden
  • oder fühlt sich von einem Unbekannten belästigt