Wiesenlabyrinth

Im Rahmen des Projektes „Garten Eden“ der KulturRegion Stuttgart entstand im Landschaftspark Bruckenwasen ein Wiesenlabyrinth, das am 1. August 2014 eingeweiht worden ist.

Das Wiesenlabyrinth ist nach der klassischen Urform mit 7 Umgängen um das Zentrum gestaltet. Der Eingang ist nach Osten, zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet. Die Mitte wird durch einen Baum markiert, genau gesagt durch eine Eiche. Unseren keltischen Vorfahren war die Eiche heilig, sie stand symbolhaft als Inbegriff der Natur. Und so kann auch unsere Säuleneiche im Zentrum als Inbegriff der allumfassenden Schöpfung verstanden werden, deren Teil wir sind.

Das Labyrinth ist eines der ältesten Symbole der Menschheitsgeschichte. Seit 5.000 Jahren hat es in allen Kulturen, Religionen und Epochen seine Spuren hinterlassen – mit Steinen in die Landschaft gelegt, als Wiesenlabyrinth, als Felsritzungen oder auf dem Fußboden großer Kathedralen. Der Ursprung des Labyrinths liegt im Dunklen, seine Verwendung und Bedeutung bleibt rätselhaft. Immer wieder wurde und wird das Labyrinth erklärt, aber immer bleiben Fragen offen. Vielleicht ist gerade das typisch für ein so großes Symbol. Noch heute wohnt dem Labyrinth eine spirituelle Kraft inne. Der Gang durch ein Labyrinth kann im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege eröffnen. Es kann als Ort der Kraft wahrgenommen werden, es kann in meditativer Stille neue Gedankenwelten erschließen oder als Spielplatz benutzt werden und voll Spaß durchlaufen werden. Es ist ein Ort der Begegnung – mit sich selbst oder mit anderen.

Das Wiesenlabyrinth befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fischauge und ist jederzeit öffentlich zugänglich.