Fuhrmannshaus

Der reiche Weinfuhrmann Georg Wagner wollte sein Haus genau vis á vis von der Kapelle haben. Weil ihm die Erblindung drohte, war ihm die unmittelbare Nachbarschaft zum Brunnen mit dem heilkräftigen Wasser gegen Augenleiden besonders wichtig. Sechs Jahre nach seinem Hausbau verlor er aber sein Augenlicht und musste das neue Gebäude wieder verkaufen.

Der künstlerische Plochinger Zimmermann Hans Peltin baute 1613 für Wagner dieses Fachwerkhaus, hat das Frontgebälk mit seinen spezifischen Schnitzverzierungen versehen und damit einen herrlichen Schmuckgiebel erstellt. Die Namen Georg Wagners und Hans Peltins kann man noch heute am linken Eckpfosten sehen. Auf halber Höhe des Firstpfostens erscheint in Flachrelief vertieft eingeschnitten ein spitzbärtiger Kopf, der zur Ottilienkapelle hinüberblickt.

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