Stadtkirche

St. Blasius-Kirche

Plochingens weithin sichtbares Wahrzeichen ist die spätgotische, mit einer Wehrmauer umfriedete Wehrkirche St. Blasius auf dem Kirchberg, vollendet 1488. Schon im Jahre 620 stand dort - auf dem alten heidnischen Kultplatz - die hölzerne Michaelskirche, die 1078 abbrannte. Um 1100 entstand die romanische Ulrichskirche, die vermutlich 1078 durch Brandschatzung zerstört wurde. In den achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts dann wurde der bestehende Bau in Angriff genommen, 1481 wurde das neue Schiff und 1488 der Turm der St. Blasius Kirche fertiggestellt. Das Kruzifix im Inneren der spätgotischen Saalkirche stammt wahrscheinlich noch aus der abgebrannten Ulrichskirche. Mit Sicherheit aus dem romanischen Gotteshaus stammt der romanische Taufstein mit schönen skulpierten Ornamenten. Sehenswert ist der reichverzierte Kanzelstock aus der Frührenaissance um 1520. Die schönen Glasfenster hat der renommierte Glaskünstler Hans Gottfried von Stockhausen 1999 geschaffen. Das "Ulrichsfenster" zeigt den Patron der Vorgängerkirche, das "Beispielfenster" zeigt eine Illustration aus dem Johannesevangelium. Die Orgel mit ihren 29 Registern stammt aus dem Jahr 1985. Das der Kirche benachbarte Pfarrhaus mit schönem Renaissanceportal von 1611 und die Pfarrscheuer aus dem 16. Jahrhundert stehen ebenso unter Denkmalschutz wie das "Jägerhaus", ein  ehemaliges Pfarrerwohnhaus aus dem Jahre 1589.

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