Waldhorn

Neben der Herberge „Zum Schwarzen Bären“, die erstmalig 1350 genannt worden ist und der seit 1696 erwähnten „Güldenen Krone“, die 1809 Napoleon und 1815 Zar Alexander I. beherbergte, ist das „Waldhorn“, das auf die seit 1582 bekannte „Herberge am Neckar“ zurückgeht, wohl die traditionsreichste Plochinger Gaststätte.

Unter anderem kehrten hier 1763 Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart auf ihrer Reise über Stuttgart nach Paris ein und Kaiser Franz I. nächtigte hier 1815. Die kaiserliche und königliche Posthalterei war von 1698 bis 1858 mit einer kurzen zweijährigen Unterbrechung in diesem geschichtsträchtigen Haus.

Die Chronik berichtet von vielen bedeutenden historischen Veranstaltungen im „Waldhorn“:

  • 1827 erstes deutsches Sängerfest
  • 1853 erste deutsche Feuerwehrversammlung
  • 1863 Gründung des Gauverbands württembergischer Arbeiterbildungsvereine (später gingen daraus das Genossenschaftswesen, die Gewerkschaften und die SPD hervor)
  • 1871 gründeten Wissenschaftler und Laien den „Steigenclub“, der sich um die Erforschung der Versteinerungen und der Geologie der schwäbischen Alb verdient gemacht hat
  • 1888 gründeten zwölf aufrechte Schwaben in der Waldhorn-Gartenwirtschaft den Schwäbischen Albverein, die heute größte deutsche Wanderorganisation
  • 1908 gründeten die Verkehrsvorstände des Landes das Fremdenverkehrsverbands Württemberg-Hohenzollern

Die Verkehrsgunst Plochingens und die Tüchtigkeit der Waldhornwirte hatten das „Waldhorn“ zu einem der bekanntesten Gasthöfe im Landgemacht.

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